Die meisten Kollegen glauben, dass der Arbeitgeber sie in der Probezeit ohne Weiteres rausschmeißen kann. Das ist allerdings so nicht richtig. Auch bei einer Kündigung in der Probezeit ist einiges zu beachten. Insbesondere muss der Arbeitgeber Sie als Betriebsrat vorher anhören, die Kündigungsfrist einhalten und die richtige Form wahren.

Zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses wird in der Regel eine Probezeit vereinbart. Diese dient dazu, sich gegenseitig zu beschnuppern und zu prüfen, ob man zueinander passt und sich eine weitere Zusammenarbeit vorstellen kann. Dementsprechend übersteht nicht jeder erfolgreich die Probezeit. Kommt der Arbeitgeber beispielsweise zu der Überzeugung, der Kollege sei für die Arbeit nicht geeignet, kommt es in der Regel zur Kündigung innerhalb der Probezeit.

Kündigungsschutz in der Probezeit greift nicht

Kündigungsschutz im Sinne des Kündigungsschutzgesetzes genießen die betroffenen Kollegen erst, wenn das Arbeitsverhältnis

  • in demselben Betrieb oder Unternehmen
  • ohne Unterbrechung
  • länger als 6 Monate bestanden und
  • mehr als 10 Arbeitnehmer im Betrieb regelmäßig beschäftigt sind.

Doch das allein heißt nicht, dass die Kündigung in der Probezeit per se immer wirksam ist. Auch hier sind gewisse Regeln zu beachten.

Betriebsrat muss vorher angehört werden

So müssen Sie als Betriebsrat wie bei jeder anderen Kündigung auch bei einer Kündigung in der Probezeit ordnungsgemäß nach § 102 BetrVG angehört werden. Obwohl der Arbeitgeber streng genommen keinen Grund für eine Probezeitkündigung braucht, muss er Ihnen die zur Kündigung führenden Gesichtspunkte mitteilen. Werden Sie nicht oder nicht ordnungsgemäß angehört, ist die Probezeitkündigung bereits deswegen unwirksam. Darauf sollten Sie den betroffenen Kollegen gegebenenfalls hinweisen.

Kündigungsfrist beträgt 2 Wochen

Eine fristlose Entlassung ist in der Probezeit nur im Falle eines wichtigen Grunds möglich (z.

 
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