Unter Umständen können die Gründe, warum geeignete Frauen nicht in den Betriebsrat wollen, ganz banal und organisatorischer Natur sein. In anderen Fällen sind überkommene Verhaltensmuster die Ursache. Daher lohnt ein offener Blick auf die bisherigen Strukturen im Gremium – verbessert werden kann immer etwas.
Die Betriebsvereinbarung ist das wichtigste Instrument des Betriebsrats. Mit ihr gestalten Arbeitgeber und Betriebsrat verbindliche Regeln für den Betrieb und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Sie konkretisiert die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats und schafft für beide Seiten Rechtssicherheit.
Kaum ein Thema beschäftigt Betriebsräte so sehr wie der zunehmende Einzug von KI-Systemen im Betrieb: Sie sortieren Bewerbungen, erstellen Leistungsbewertungen, schlagen Beschäftigte für bestimmte Aufgaben vor oder erkennen vermeintliche Auffälligkeiten im Arbeitsverhalten. Seit August gelten nun neue Regelungen.
Gefährdungsbeurteilungen sind die Basis des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes – das weiß jeder. Doch was viele nicht wissen: Hin und wieder werden diese Beurteilungen von Prüfern der zuständigen Arbeitsschutzbehörde genau kontrolliert. Damit es nichts zu beanstanden gibt, sind ein paar wichtige Punkte zu beachten.
Viele deutsche Unternehmen durchleben schwierige Zeiten. Einige Arbeitgeber kommen daher mit diesem Vorschlag: Die Arbeitszeit soll vorübergehend reduziert werden – verbunden mit einer entsprechenden Kürzung des Entgelts. Das Ziel klingt nachvollziehbar: Alle Beschäftigten verzichten auf einen Teil ihres Einkommens, dafür sollen Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Seit dem 26.10.2022 können Arbeitgeber ihren Beschäftigten steuer- und abgabenfrei einen Betrag bis zu 3000 € zahlen: Das ist die sogenannte Inflationsausgleichsprämie. Allerdings sind Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet, sondern diese Leistung ist freiwillig. Welche Möglichkeiten hat der Betriebsrat, auf die Zahlung der Prämie hinzuwirken?
In Zeiten des allgegenwärtigen Personalmangels kommen viele Beschäftigte an ihre Leistungsgrenzen. Das bedeutet zum einen, dass durch eine länger andauernde Überlastung Kollegen riskieren, krank zu werden, aber zum anderen auch, dass (Gesundheits-)Schäden für Dritte drohen. Dies ist vor allem im Pflege- und Gesundheitsbereich eine Gefahr. Dann ist unter Umständen eine Überlastungsanzeige die richtige Maßnahme.
Fahrt- und Reisekosten, die den Mitgliedern des Betriebsrats im Rahmen ihrer Aufgaben entstehen, muss der Arbeitgeber erstatten, so regelt es § 40 Abs. BetrVG. Für den Weg von der Wohnung zum Betrieb gilt das allerdings nur eingeschränkt.
Überlassen Sie dem Arbeitgeber bei der Infoarbeit nicht kampflos das Feld! Denn wegen einer nicht vorhandenen Öffentlichkeitsarbeit des Betriebsrats ist es häufig an der Tagesordnung, dass sich die „andere Seite“ Erfolge alleine auf die Fahnen schreibt, an denen auch oder sogar besonders der Betriebsrat Anteil hat.
Was auch immer der Grund für die Krise eines Unternehmens sein mag, die Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen. Das gilt ganz unabhängig von den reinen Fakten (möglicher Stellenabbau, Verkauf, (Teil-)Schließung etc.) bereits für die ersten noch vagen Anzeichen, dass „etwas im Busch ist“. Dafür sind Belegschaften besonders anfällig dank des berühmt-berüchtigten Flurfunks – an dem ja auch oft etwas dran ist.